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Aktuelles

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Politische Themen rund um Schliersee. Ehrlich und klar formuliert...  >>>

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Am 08.03.2016 haben wir Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck zu Gast.

Diskutieren Sie mit !!

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Schulgebäude Schliersee

Antrag des FW-GR M. Dürr

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hier erhalten Sie die Präsen-
tationsunterlagen der PWG

Seiteninhalt

Die Freien Wähler (PWG) im Markt Schliersee...

...stellen sich ohne parteipolitische Zwänge den Brennpunkten der Gemeindepolitik.

...tun, was sie vorher angekündigt und versprochen haben und bleiben auch in schwierigen Zeiten "an Bord".

...suchen den Dialog mit unseren Mitbürgern als Basis für wichtige gemeinsame Entscheidungen.


Antrag zum Schulgebäude in Schliersee

Antrag zur GR-Sitzung vom 15.3.2016:
Der Marktgemeinderat beschließt den Erhalt des gestifteten Schulhauses in Schliersee und
gibt eine Planung zum Umbau für die Kindertageseinrichtung Regenbogen sowie für ein neu zu entwickelndes Jugend- und Gemeindezentrum in Auftrag. Dies soll auch durch eine aktive Bürgerbeteiligung getragen ........ [Link]

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Vortrag von Prof. Dr. Hans Peter Brandl-Bredenbeck am 8.3. um 19.30 Uhr

Liebe Sportfreunde,

 

es gibt  Erfreuliches zu berichten.

Der Rodel-Club bekommt Geld aus dem LEADER-Programm. (Mit Unterstützung des Vorstandes der Freien Wähler in Schliersee, Christoph Seidenfus, wurde der Antrag auf Finanzierung von 50 % der Kosten einer Machbachkeitsstudie für die Revitalisierung der Rodelbahn am Hennerer bewilligt.)

Aktuell entwickeln wir neue Konzepte für das Eisstadion am Freudenberg.

In diesem Zusammenhang freut es uns einen weiteren Schritt hin zu einem Sportkonzept für Schliersee zu gehen.

 

Am Dienstag, den 8. März 2016 kommt Prof. Brandl-Bredenbeck zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung "Sportperspektiven für Schliersee“ zu uns. Beginn ist 19.30 Uhr in der Vitalwelt.

Er ist Direktor des Instituts für Sportwissenschaft und Inhaber des Lehrstuhls für Sportpädagogik in Augsburg. Seine Schwerpunkt-Themen sind Sport und Gesundheit in Rahmen der Lebenstil-Forschung, Kinder und Jugend in Sport und Schulsport.

Außerdem hat er in den Jahren 2015/16 für Augsburg ein Sport- und Bäderkonzept erarbeitet.

Wir haben ihn gebeten, uns über die Entwicklungen der Zukunft - zu unserem traditionellen Sporttreiben auch über Trendsportarten - zu berichten.

Er wird auch -  und gerade das ist wichtig für Schliersee - über Entwicklung unserer Sportstätten sprechen.

Sei es in einer Halle, wie auch im Freien in unserer schönen Natur.

Wir freuen uns darauf, viele Sportinteressierte zu diesem sicherlich sehr interessanten Abend zu begrüßen.

GRin Dr. Beatrix Seidenfus

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Verantwortung und Wertschätzung – Zum Rollenverständnis unserer Gemeinderäte

17.9.2015, C. Seidenfus. In der Gemeinderatssitzung am 15.9. gab es ein kleines Lernstückchen über das Selbstverständnis unserer Gemeinderäte zu erleben. Wie üblich waren etliche Bausachen zu besprechen und beschließen, darunter auch mehrere Entscheidungen über Bebauungspläne und deren zukünftigen Zuschnitt zu treffen.

Verfolgt man die Diskussion aus dem Zuhörerraum heraus einmal von Grundsätzlichen her so zeigt sich deutlich, dass wir parteiübergreifend zwei Denk-Fraktionen im Gemeinderat haben:

Da gibt es die einen, die das gemeinsame Entwickeln von Bebauungsplan und ... [Link]

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Konzept der PWG zur Gestaltung der Ortsmitte

Ein zentrales Thema der Entwicklung von Schliersee in den nächsten 10 Jahren rückt langsam ins Licht der Öffentlichkeit: Die Neugestaltung der Schlierseer Ortsmitte. Am 19.1. traf sich der Gemeinderat auf Antrag unserer Gemeinderätin Dr. Beatrix Seidenfus (PWG) zum ersten Mal zu einem Austausch. Vorgestellt wurde eine Reihe von Konzepten und Ideenskizzen.

Wir erinnern uns: bereits im November hatte die CSU den Anfang mit einer öffentlichen Veranstaltung und Ideen zur Ortsmitte präsentiert. Wir haben uns derweil zunächst auf einer nichtöffentlichen Sitzung mit Gemeinderäten der SPD und der Grünen, Anwohnern aus Lauterer- und Bahnhofstraße und dem Kreis der Freunde der PWG getroffen, um unsere Ideen zu strukturieren. Und es ist der Freundlichkeit von Heinz Blees zu verdanken, dass wir in unserem gemeinsam mit den Gemeinderatskollegen von den Grünen erstellten Konzept seine Ideen und Ausarbeitungen nutzen konnten (die im Übrigen auch schon seit etlicher Zeit der Gemeindeverwaltung zur Verfügung steht, dort aber nie zur Diskussion gestellt wurde).

Im Gemeinderat ist es gelungen, einander zuzuhören und die Konzeptideen – so unterschiedlich sie auch sein mögen – zunächst einfach wahrzunehmen, ein deutlicher und erfreulicher Fortschritt in der Zusammenarbeit. Unser Konzept, das sich jeder Interessierte gerne herunterladen kann, stellt in diesem Sinne ebenfalls eine Einladung dar, sich mit den Möglichkeiten, die die Gestaltung der Schlierseer Ortsmitte mit sich bringt, aktiv und engagiert auseinanderzusetzen.

Wir haben hier alle gemeinsam die Chance, Schliersee in den nächsten zehn Jahren eine Ortsmitte zu geben, die gleichermaßen unseren Gästen aber eben auch uns ein attraktiver Mittelpunkt sein kann. Dafür brauchen wir Sie! Ihr Interesse, Ihre Beiträge, Ihr Sich-Einmischen. Schließlich wird es Ihnen ja wohl nicht egal sein, wie der Ort sich präsentiert, indem Sie leben, oder?

 

Christoph Seidenfus

(1. Vorsitzender der PWG)

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Das erste halbe Jahr – eine erste Bilanz

Seit dem 1. Mai 2014 vertreten Michael Dürr, Wolfgang Schauer und Dr. med. Beatrix Seidenfus die Interessen der Freien Wähler (PWG) im Schliersee Gemeinderat. Und wohl keiner von Ihnen hat geahnt, was da so alles auf einen zukommt.

Nachdem die ersten beiden Sitzungen im Mai und im Juni noch ganz vernünftig über die Bühne gingen waren die nächsten eher von rauerem Wind und persönlich gehaltenen Diskussionen geprägt.

Aber der Reihe nach.

Wenn man frisch im Amt ist glaubt man vielleicht noch, alle Gemeinderatsmitglieder würden zum Wohle der Gemeinde an einem Strick ziehen und entdeckt dann, dass durchaus auch eigene Interessen eine Rolle spielen.

Man meint vielleicht, dass man von der Verwaltung freiwillig und bereitwillig mit allen Informationen versorgt wird, die für eine aktuelle Entscheidungsfindung notwendig sind und entdeckt, dass dem mitnichten so ist. Akteneinsicht in die Protokolle der öffentlichen Sitzungen der letzten Amtsperiode: Gerne. Aber wenn man dann noch nachvollziehen will, wie die nichtöffentlich behandelte Vorgeschichte bei großen Vorhaben eigentlich war, stellt man ernüchtert fest, dass die Gemeindeordnung hier Grenzen zieht und die Verwaltung auch nur bedingt bereit ist, Einsicht in alte Akten und Verträge zu gewährleisten. Und erst eine Eskalation zum Landratsamt bringt Klarheit und verdeutlicht auch der Gemeindeverwaltung schriftlich, zu was sie verpflichtet ist.

Im Gemeinderat hört man erfreut, dass sich der Bürgermeister zum anstehenden Thema mit dem betroffenen Verein abgesprochen hat und entdeckt am Tag nach der Sitzung und entsprechender Entscheidungsfindung, dass der Vorstand des entsprechenden Vereins bedauert, von solchen Absprachen nichts zu wissen.

Und man hört von einer nichtöffentlichen Klausursitzung zum Thema Tourismus, nach der jeder, den man fragt, nur den Kopf schüttelt.
Alles gar nicht so einfach bis man die Spielregeln verstanden hat.

Demgegenüber sieht die Leistungsbilanz der PWG Fraktion nicht schlecht aus:

Geschäftsordnung an die gegenwärtig gesetzlichen Vorgaben angepasst (Antrag der PWG)

- Persönliche eMail-Adressen „Vorname.Nachname@schliersee.de“ eingerichtet (Anregung der PWG)

- Ausdünnen der nicht-öffentlichen Sitzungspunkte zugunsten der Öffentlichkeit (jedes Mal in der Fraktionsführerbesprechung – jedes Mal erfolgreich)

- Öffnung der Fraktionsführerbesprechungen für interessierte Gemeinderäte (Initiative der PWG)

- Abschaffung des Personal- und Wohnungsausschusses (Antrag der PWG)

- Vitalweltausschusssitzungen sind seit Mai 2014 öffentlich (Antrag der PWG)

- Digitalisierung des Flächennutzungsplans samt aller Bebauungspläne beschlossen, so dass sich Bürger, Bauherren und Investoren künftig im Netz über die Schlierseer Pläne informieren können (Antrag der PWG)

- Barrierefreiheit in Schliersee mit Startantrag angestoßen (Antrag der PWG)

- Gemeindeverwaltung darauf festgelegt, noch vor Weihnachten eine Klausurtagung zum Thema Ortsmitte abzuhalten (Antrag der PWG)

Einige wichtige Themen und viele kleine Puzzlestücke hin zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung – wie im Wahlkampf versprochen. Insgesamt mehr Initiativen und Anträge, als die Gemeinderäte der PWG (heute „Die Schlierseer“) in den gesamten letzten sechs Jahren zusammengebracht haben, die meisten davon vom Fraktionsvorsitzenden Michael Dürr angeschoben.

Und was hört man so im Ort? Der Fraktionsvorsitzende der PWG sei aufbrausend, giftig, gebe keine Ruhe, ein Unruhestifter…

Was hätten wir denn Ihrer Meinung nach tun sollen? Wir haben sechs Jahre hinter uns, in dem die größte Heldentat in der Gemeinde die Erneuerung der Wasserleitung und die Teerung der B307 war. Ansonsten gab es von Bürgermeister und Gemeinderat (ja, auch inklusive der PWG, stimmt schon) keine weiteren Aktivitäten zu vermelden, die es wert wären, gesondert erwähnt zu werden (Ach ja, die Wege im Kurpark und der Westenhofener Friedhofsparkplatz wurden gepflastert…). Weiter mit demselben? Alles der sogenannten „Harmonie“ unterordnen, bloß keine Diskussion anzetteln? Versuchen, ein totes Pferd weiter zu reiten? Da steigen wir doch lieber ab, reden über das, was wirklich ist und versuchen etwas vorwärts zu bringen. Auch wenn das im einen oder anderen Fall zur Konfrontation führt, Unliebsames aufdeckt oder Ross und Reiter beim Namen nennt. Und ja, manchmal hat sich unser Fraktionsvorsitzender auch im Ton vergriffen. Stimmt, war nicht böse gemeint und wird sich ändern.

Dem Gemeinderat jedenfalls scheint die neue Zusammensetzung gut zu tun. Keine Blockmehrheiten mehr beflügeln Kreativität und Engagement, derzeit ist jedenfalls jede Fraktion auf sympathische Weise aktiv. Und wir scheinen die Rolle zu haben, auf die wirklich heißen Kastanien hinzuweisen.

Vitalwelt: Wie intensiv hat man Michael Dürr dafür durch die Presse gezerrt, weil er auf die Missstände in der Konstruktion hingewiesen hat – heute gesteht selbst der Bürgermeister in der Öffentlichkeit handwerkliche Fehler zu.

Da haben wir gegenwärtig eine Riesenwelle mit dem beim Waldwegebau verwendeten und vielleicht kontaminierten Material. Der Dürr soll da doch endlich mal Ruhe geben, man habe keine Lust, das Thema so breit in der Öffentlichkeit zu sehen – Hallo? Wer hat denn da die Fehler begangen und warum gibt’s von der Gemeinde da bis heute keine klare und abgrenzende Stellungnahme? Und warum bemüht man sich, das Landratsamt samt Landrat hier aus der Schusslinie zu nehmen? Waren wir das mal wieder?

Es steht zu hoffen, dass sich die Wellen wieder glätten – gibt es doch tatsächlich wirklich viel Wichtiges zu tun, z.B.:

  • Engagiert das Thema Ortsmitte anstoßen, das die Gemeinde so lange hat schlafen lassen
  • Ein Sportstättenkonzept auf die Füße stellen, das die einzelnen Aktivitäten und Angebote wirklich zu einem stimmigen Ganzen verbindet.
  • Tourismus und Wintersport noch mehr Schwung zu verleihen – von kleinen Maßnahmen wie z.B. der Loipenbeschilderung bis zu Großprojekten, wie z.B. der Revitalisierung der Kunsteisbahn (Rodel, Bob und Skeleton) in Breitenbach.

Eigentlich ist das Amt des Gemeinderates ein Ehrenamt: Er sollte beraten und entscheiden, was von der Verwaltung professionell vor- und aufbereitet wurde. Demgegenüber scheinen wir Schliersee nur in Schwung zu bekommen, wenn insbesondere die Gemeinderäte eine ganz aktive Rolle einnehmen und sich selbst um Themen kümmern. Und das finden wir auch ok so und werden in diesem Sinne – PWG und die drei Gemeinderäte - weiterarbeiten. Nicht, um irgendwie besonders zu sein oder damit um Wähler zu werben. Sondern weil wir Schlierseer sind und einfach das Gefühl haben, es unserem Ort zu schulden.

Christoph Seidenfus

1. Vorsitzender der Freien Wähler im Markt Schliersee (PWG)

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Zukunft der ATS – Harald Gmeiner wirbt für Zusammenarbeit

Nachdem die Fusion in ihrer ursprünglich beabsichtigten Form am 8. April durch das „Nein“ des Schlierseer Gemeinderates geplatzt ist herrscht weitestgehend Unklarheit in der Bevölkerung, wie es weitergehen wird. Und wer könnte besser dazu Auskunft geben, als Harald Gmeiner, Geschäftsführer der ATS…

 

Der einer jeden Gemeinderatssitzung vorangehende PWG-Stammtisch bot einen geeigneten Rahmen, um sich auszutauschen. Harald Gmeiner hatte gern die Einladung angenommen, sich der Diskussion zu stellen, Fragen zu stellen und zu beantworten und das Gespräch mit der PWG zu führen. Und so ging es denn zwischen ihm und 16 Zuhörern recht lebhaft zu. Er erzählte von der Gründung der ATS e.V. vor 10 Jahren, schlug den Bogen über die bisherige Entwicklung der touristischen Organisationen im Oberland und machte deutlich, wie wichtig und unverzichtbar ihm eine schlagkräftige Organisation erscheint, die in der Lage ist, den gesamten Landkreis kraftvoll nach außen zu vertreten. Mit 2,6 Mio. Übernachtungen im Jahre gegenüber Regionen des Allgäus, des Salzkammergutes oder Tiroler Destinationen eher noch klein sei es umso wichtiger, die Klaviatur des aktuellen Tourismusgeschäftes professionell zu beherrschen, um den Bekanntheitsgrad zu steigern und Urlaub im Oberland als attraktiv darzustellen. Es mache einfach keinen Sinn, dass gleichzeitig in Tegernsee, Schliersee und Bayrischzell Experten an digitalen Wanderkarten tüfteln. Und wenn sich Investoren für Hotelneubauten oder die Erweiterung des touristischen Angebotes interessieren, dann brauche es Zugriff auf passende und aktuelle Statistiken und die bekomme man eben nur über den Standard eines einheitlichen Meldesystems . Eine von 17 Orten manuell eingepflegte Statistik ist sicher nicht mehr zeitgemäß und lässt eine detaillierte und umfangreiche Darstellung der wichtigen touristischen Zahlen nicht zu.

 

Der Geschäftsführer der ATS brachte zusätzliche Beispiele: Man habe auch ohne die Fusion zahlreiche Synergien erreicht: Jeder kenne das neue Beschilderungssystem der Wanderwege: Dies sei in einer komplexen Datenbank hinterlegt und wenn Erweiterung oder Ersatz anstünden, dann wisse die ATS auf Knopfdruck, was zu tun sei. Zudem habe man zahlreiche Funktionen der Verwaltung sinnvoll verbinden können – Buchhaltung, Personalwesen, IT – hier gebe es sehr konkrete Effizienzpotentiale.

 

Natürlich ging es in der Diskussion immer wieder auch darum, warum sich Schliersee bisher gesperrt habe. Aber wesentlich deutlicher rückte die Zukunft an diesem Abend in den Fokus. Harald Gmeiner berichtete mit vorsichtigem Optimismus, dass sich die Steuerungsgruppe der ATS ans Werk gemacht habe, ein deutlich verändertes Konzept vorzulegen. Gebildet aus zwei Bürgermeistern der Talgemeinden, Bierschneider und Höß, zwei Bürgermeistern des Schlierach-/Leitzach-Tales, Schnitzenbaumer und Lechner und Bürgermeister Hallmannsecker aus Valley als Vertreter der Nordgemeinden sei in dieser ausgeglichen strukturierten Gruppe ein Konzept entstanden, das am 30. Juli in der Bürgermeisterdienstbesprechung zusammen mit Landrat und den Fraktionsvorsitzenden des Kreistages beraten werde und im Falle der Zustimmung Grundlage der Kreistagssitzung im Oktober werden solle, in der auch die Basisfinanzierung der ATS 2015 zur Entscheidung anstehe. Ohne ins Detail zu gehen sagte Gmeiner, es sei ein Konzept, das sinnvolle gemeinsame Strukturen deutlich klarer in den Vordergrund stellen, Doppelstrukturen vermeiden helfen und ansonsten die individuelle touristische Leistungsfähigkeit der Gemeinden fördern solle – Informationen, die auf einhellige Zustimmung bei der PWG stießen.

 

Derart klar und überzeugend seien ihr Sinn und Zweck der ATS bisher noch nie vermittelt worden meinte GR. Dr. Beatrix Seidenfus und ermutigte den Geschäftsführer der ATS, auf diese Weise auch andere abzuholen und einzubinden. Gmeiner nahm es seufzend zur Kenntnis, verwies auf die zahllosen Präsentationen, die er bisher gehalten habe und konzedierte, es sei ihm bisher wohl nicht ausreichend gelungen, seine eigene Überzeugung von der Sinnhaftigkeit einer schlagkräftigen ATS zu transportieren bzw. über Verwaltung und Touristiker vor Ort weitertragen zu lassen.

So viele Zweifel vorher an der ATS und dem alten Konzept auch bestanden haben mögen – dieser Abend hat viel dazu beigetragen, dem Vorhaben auf der Basis neuer Konzepte neuen Schub zu geben.

 

Christoph Seidenfus

1. Vorsitzender der Freien Wähler (PWG) im Markt Schliersee

Das Ende der ATS

- Schlierseer Gemeinderat verabschiedet sich mit furioser Entscheidung –

Am Anfang wirkte Franz Schnitzenbaumer noch recht wohlgemut. Aber schon kurz nach der Eröffnung der Gemeinderatssitzung am gestrigen Dienstag sorgte Gemeinderat Krogoll für gespannte Aufmerksamkeit, als er namens seiner CSU-Fraktion beantragte, den Sachstandsbericht zur ATS in eine Entscheidung des Gemeinderates umzufunktionieren. Ein Bedürfnis, dem fast alle anderen Gemeinderäte nach kurzer Aussprache mit überwältigender Mehrheit zustimmten. Und so war klar, dass sich Tagesordnungspunkt 8 wohl etwas anders gestalten würde, als von der Verwaltung beabsichtigt.

Die wenigen Bausachen waren bis auf eine kurz abgehandelt, als Franz Schnitzenbaumer mit Aufruf der causa ATS den Schaden zu begrenzen versuchte. In einem kurzen Abriss war der Bürgermeister sichtlich bemüht, die Fortschritte im Verhandlungsprozess zwischen Schliersee und der ATS positiv darzustellen – allein der Gemeinderat mochte ihm nicht folgen.

Mit viel Energie und reichlich erbost führten die Gemeinderäte an, was ihnen alles nicht passte:

- die Rolle der Bürgermeister als gleichzeitige Vertreter der Gesellschafter und Vertreter im Gemeindebeirat sei unklar („wer kontrolliert hier eigentlich wen?“)

- von einer Doppelspitze bei gleichzeitiger Einsparung von vier Vollzeitstellen sei im Grundsatzbeschluss nie die Rede gewesen

- die Personalsituation sei ungeklärt besonders hinsichtlich der arbeitsrechtlichen Konsequenzen aus den Gestellungsverträgen

- Einzelgespräche seien zugesagt worden, hätten aber nicht stattgefunden

- die Webseite sei ein Witz, man müsse sich schon arg geschickt anstellen, um Schliersee und die entsprechenden Adressen finden zu können…

…die Vorwürfe waren zahlreich und kamen fraktionsübergreifend.

Zwar bemühte sich Harald Gmeiner, spät erschienener Geschäftsführer der ATS und sichtlich blass geworden ob der unerwarteten Wendung, einige sachliche Informationen beizusteuern, konnte aber den Frust der Gemeinderäte nicht besänftigen. Und abseits der einzelnen Vorwürfe wurde auch schnell klar, worum es wirklich ging: Die Schlierseer Gemeinderäte waren es schlicht leid. Leid, selbst viel Zeit investiert zu haben („Wir sind wahrscheinlich die Gemeinde, die sich am intensivsten mit allen Details auseinandergesetzt hat!“) und dafür nicht Anerkennung sondern ein Störenfriedimage kassiert zu haben. Leid, sich intensiv damit beschäftigt zu haben, konkrete Fragen an die ATS formuliert zu haben und dafür ein im Merkur vom selben Tag zitiertes „Das ist jetzt so, das Paket kann nicht mehr aufgeschnürt werden!“ seitens der ATS kassiert zu haben. Leid, in einer gesonderten Gemeinderatssitzung kürzlich wohl wieder keine Antworten von den Verantwortlichen in der ATS bekommen zu haben, wiewohl klare Fragen formuliert worden waren.

Natürlich spielte auch Ex-Landrat Jakob Kreidl und der zeitlich enge Druck zu Beginn des Projektes eine Rolle. Und natürlich auch der Beitrag der für viel Geld eingekauften externen Projektbegleiter, der sich zumindest in Schliersee als kontraproduktiv erwies. Aber die Gemeinderäte mochten die ATS nicht aus der Verantwortung lassen. Und so musste der ATS-Geschäftsführer mit ansehen, wie nach einer Stunde Diskussion die ATS einhellig angelehnt wurde. Nur Franz Schnitzenbaumer und Ilse Faltermeier hielten dem Projekt noch die Treue, alle anderen Gemeinderäte waren sich fraktionsübergreifend einig in der Ablehnung.

Dabei gab es vor dieser schallenden Ohrfeige für die Fürsprecher viele gute Ansätze: mancher Redebeitrag hob noch einmal die grundsätzliche Sinnhaftigkeit in den Vordergrund, den Landkreis gemeinschaftlich nach außen zu vertreten. Und Robert Mödl fragte ruhig, wie man denn das Risiko gegeneinander wägen können: Für die ATS und um den Preis einer ungewissen Zukunft oder gegen die ATS, dann aber auch ohne Plan B, wie es in Schliersee weitergehen sollte. Aber offensichtlich war schon zu viel Vertrauen verspielt, die Menge negativer Erfahrungen zu gewachsen, um die Stimmung noch einmal zu drehen.

Die ATS, so wie sie als Idee einmal geboren wurde ist also am 8. April 2014 mit einem Fanal gestorben, mit 19 : 2 Stimmen, die ihr das Vertrauen versagten.

 

Christoph Seidenfus

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Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen

Liebe Freunde,

schon wieder ist eine Wahlperiode abgelaufen. Leider haben sich unsere Freien Wähler zuletzt häufig mit sich selbst beschäftigen müssen. Wie Sie wissen, hat sich unsere Fraktion in zwei Gruppierungen aufgeteilt.

Dennoch sehen wir das Wahlergebnis als Erfolg: Warum?

1. Ersteinmal wurde Michael Dürr, Dr. Beatrix Seidenfus und Wolfgang Schauer in den Gemeinderat gewählt. Gratulation an das Trio.

2. Die CSU hat 3 Sitze verloren und Die Grünen haben 2 Sitze gewonnen.

3. Nichtzuletzt, aber dennoch wichtig, "Die Schlierseer" haben 5 Sitze erhalten.

Somit ist die deutliche Mehrheit der CSU verloren gegangen. Transparenz und Vertrauen kann in den neuen Gemeinderat einziehen. Das ist doch ein positiver Blick in die Zukunft.

Eins schmerzt allerdings, Bernd Petters, 27 Jahre im Gemeinderat und Christoph Seidenfus, unser Vorstand haben es nicht geschafft. Schade, beide hätten mit ihrer Kompetenz einen wichtigen Beitrag im Gemeinderat leisten können.

Hier erhalten sie das endgültige Ergebnis der Gemeinderatswahl. >>>

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Fotostrecke Aufstellungsversammlung

Gestaltung der neuen Ortsmitte - Wie geht das?

Am 8. Oktober laden die Freien Wähler (PWG) zu einer Diskussionsveranstaltung in den Schnapperwirt ein. Ab 19:30 werden Otto Kurz, erfahrener Städteplaner und Christoph Seidenfus, ebenso erfahrener Berater in Veränderungsprozessen in Wirtschaft und Verwaltung interessierten Schlierseern und Schlierseerinnen Rede und Antwort dazu stehen, wie man eigentlich einen solchen Prozess aufsetzt.

 

Zur Erinnerung: Der 2009 vom Bürgermeister ins Leben gerufene Arbeitskreis Ortsmitte hat zwar Fotoausstellung und zahlreiche Entwürfe der Münchner Architekturstudenten hervorgebracht und letztlich auch den Weg zum Ankauf des alten Postgebäudes geebnet, schlief jedoch mangels weiteren Engagements seines Leiters Franz Schnitzenbaumer sang- und klanglos ein. Die Bürgerbefragung im Frühjahr war nach langer Pause dann ein wichtiger und richtiger Schritt, Schlierseer und Schlierseerinnen in die Gestaltung der Ortsmitte einzubeziehen. Im Mai war Abgabetermin, auf der Junisitzung des Gemeinderates kündigte der Bürgermeister die Präsentation der Ergebnisse auf einer Bürgerversammlung noch vor der Sommerpause an – nichts geschah. Vor der September-Sitzung hieß es, man plane eine Bürgerversammlung noch im September – nichts geschah.

 

Schade: Eine zeitnahe Auswertung und ein zeitnahes Feedback an die Bürgerinnen und Bürger hätte die Energie wach und das Interesse aufrechterhalten. Warum es so kompliziert für die Verwaltung ist, knapp 300 Fragebögen auszuwerten bleibt mangels Information aus dem Rathaus einstweilen im Dunkeln.

 

Daher möchten die Freien Wähler (PWG) das Thema aktiv aufnehmen und laden alle, die sich hier engagieren und mitdiskutieren wollen sehr herzlich zu unserem Diskussionsabend in den Schnapperwirt ein. Start ist um 19:30 Uhr am Dienstag, den 8. Oktober.

 

Christoph Seidenfus

(Vorsitzender der Freien Wähler im Markt Schliersee (PWG)

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