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Badespaß im Skiparadies

Miesbacher Merkur vom 26.11.09

 

Neue Sessellifte, eine Beschneiung für das gesamte Sudelfeld - und ein See für den Sommerbadespaß: Gestern haben Liftbetreiber und Politik die Voraussetzungen für die Modernisierung des Skigebietes geschaffen.

 


von Sascha Karowski 

Bayrischzell/München - Das Sudelfeld ist Bayerns größtes Skigebiet - zumindest von der Fläche. Jetzt soll es auf den neuesten Stand gebracht werden, durch eine Modernisierung. Und die beginnt am Waldkopf-Hang: Im Frühjahr 2010 werden die drei alten Schlepplifte gegen einen neuen 6er-Sessellift ausgetauscht. Darüber hinaus werden 20 Hektar im Skigebiet Sudelfeld zusätzlich beschneit, bislang waren es nur 20 des 240 Hektar großen Gebietes oberhalb von Bayrischzell. Ziel ist es, bis 2014/15 die übrigen 13 großen Schlepplifte gegen sechs bis sieben neue Sessellifte auszutauschen und das ganze Sudelfeld mit künstlichem Schnee zu versorgen. Um dafür das Wasser vor der Haustüre zu haben, wird unterhalb der Speckalm ein zwei Hektar großer See entstehen. Der könnte dann im Sommer als Badesee oder für den Wassersport genutzt werden. „Am Konzept für den Sommertourismus wird noch gearbeitet", sagte Egid Stadler gestern bei der Vorstellung des Konzeptes zur Modernisierung des Skigebietes im Bayerischen Landtag. Stadler ist selbst Liftbetreiber am Sudelfeld und fungiert künftig als Geschäftsführer der neu gegründeten Vereinigten Liftbetriebe am Sudelfeld. Unter deren Dach haben sich alle Liftbetreiber zusammengeschlossen - alle, bis auf einen. Selbst nach monatelangen Verhandlungen ist es nicht gelungen, auch den letzten Geschäftsmann ins Boot zu holen. „Die Tür ist nicht zu, er kann jederzeit dazu kommen", versprach Stadler.

Die Gründung der Vereinigten Liftbetriebe war nötig, um die Maßnahmen zur Modernisierung aus dem Seilbahn-Förderprogramm des Freistaates mitfinanzieren zu lassen. Fördersätze bis zu 35 Prozent sind drin. Bei einem veranschlagten Gesamtvolumen von 45 Millionen Euro müssten die Liftbetreiber noch rund 30 Millionen Euro selbst schultern. Von den ersten Maßnahmen am Waldkopf, die schon mit sieben bis acht Millionen Euro zu Bu­che schlagen, erwartet sich Stadier ein Besucher-Wachstum von 20 bis 25 Prozent. Mit diesen Mehreinnahmen sollen dann die weiteren Verbesserungen bezahlt werden. Die Modernisierung geht nur Stück für Stück. Sie könnte aber dazu beitragen, dass das Sudelfeld künftig nicht nur flächenmäßig Bayerns größtes Skigebiet ist.


Lesen Sie hierzu auch unseren Kommentar >>>                            [weiter]