Seiteninterne Navigation

Freie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband BayernFreie Wähler Landesverband Bayern

Navigation

 

Aktuelles

Seiteninhalt

Keine Klimmzüge für die Sporthalle

Miesbacher Merkur

Gemeinderat Schliersee lehnt Antrag auf vorzeitigen Baubeginn mehrheitlich ab.

von Tobias Öller
___________________________________

Schliersee - „Wir sollten das jetzt angehen, sonst sind wir da, wo wir vor 20 Jahren waren." Gerd Müller (PWG) brach in seiner letzten Sitzung als Gemeinderat noch einmal eine Lanze für eine neue Sporthalle in Schliersee und fand dabei einige Mit­streiter im Gremium. Anlass für eine erneute Debatte über das Bauvorhaben gab eine Anfrage der Regierung von Oberbayern. Wie Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer erklärte, hatte die Behörde nachgefragt, ob die Marktgemeinde einen vorzeitigen Maßnahmen-Beginn beantragen möchte. Noch aber hat die Bauherren-Gemeinschaft aus Marktgemeinde und TSV Schliersee noch keine Ant­wort erhalten auf die Förderanträge die sie beim Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) und bei der Regierung von Oberbayern für die 2,8 Millionen Euro teure Baumaßnahme gestellt hat.
L
aut Schnitzenbaumer ist ein vorzeitiger Baubeginn nur sinnvoll, wenn
die Gemeinde in naher Zukunft mit dem Bau beginnen möchte.
Dieser sei jedoch nicht im Haushalt vorgesehen, der in der gleichen Sitzung des Marktgemeinderates verabschiedet wurde (Bericht folgt). Gerd Müller äußerte die Befürchtung, dass die Turnhalle auf der Prioritätenliste der Regierung von Oberbayern immer weiter nach hinten rücke, wenn nun kein Antrag auf vorzeitigen Maßnahmen-Beginn eingereicht werde: „Da denken sich die: ,So wichtig ist denen das nicht.'" Im Gremium sei bereits in einem früheren Beschluss vereinbart worden, dass die Finanzierung der neuen Turnhalle durch Grundstücks-Verkäufe gesichert werden soll. Denn hier könne er dem Gemeinderat einige Vorschläge unterbreiten, wolle dies jedoch nicht in öffentlicher Sitzung tun, sagte Müller. „Wenn Schliersee Schulstandort bleiben soll, dann brauchen wir eine Schulturnhalle", befürwortete auch Klaus Pusl (PWG) einen baldigen Baubeginn. „Das Projekt steht an - es brennt", so Pusl weiter. Franz Schnitzenbaumer warnte die Gemeinderäte jedoch vor einer übereilten Entscheidung für den Baubeginn, „sonst müssen wir den Haushalt nochmal aufmachen". Zudem müsse die Marktgemeinde für diesen Fall nachweisen, wie die Vor- und die Zwischenfinanzierung ohne Zuschüsse gewährleistet werden könnte. „Wir wollen den Haushalt konsolidieren", betonte der Rathaus-Chef und appellierte mit Nachdruck an die Ernsthaftigkeit der Gemeinderäte bei diesem Vorhaben. Heuer sei ein Baubeginn ohne Zuschuss-Zusage faktisch nicht möglich, auch im nächsten Jahr werde es schwierig. Gerhard Krogoll (CSU) berichtete aus eigener Erfahrung, dass ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn eine reine Formalie sei, die sicherstellen solle, dass eventuelle Zuschüsse nicht vergeben werden. Dies sei gedacht für Fälle, in denen der Bauherr einem gewissen Zeitdruck unterliegt - „und das ist bei uns nicht der Fall", sagte Krogoll. Gemeinde-Geschäftsleiter Jörn Alkofer schlug dem Gremium vor, in naher Zukunft über Grundstücksveräußerungen zu beraten - dies sei der logisch nächste Schritt auf dem Weg zu einer Turnhalle. Gabi Leitner (PWG), die wie Gerd Müller aus dem Gremium ausscheidet, mein­e: „Es hätte mir schon gut getan, wenn wir in meiner letzten Sitzung in Bezug auf die Turnhalle noch was vorwärts gebracht hätten."

Für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn stimmten schließlich nur fünf Gemein­deräte, mit zwölf Stimmen wurde er abgelehnt.