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Kommentar
Nicht ob – sondern wann wir im Verkehr ersticken, ist die Frage.

Jedes Jahr nimmt der Verkehr um etwa 5-10% zu. Konservativ gerechnet. Nicht mit einbezogen sind hier die zukünftigen Entwicklungen in Spitzingsee und vor allem auch wie jetzt im Sudelfeld. 45 Millionen an Investitionen erfordern auch Tausende neuer Kunden und Gäste.
Kommt man heute kaum noch an einem schönen Sonntag von Neuhaus nach Schliersee, so ist es kaum vorstellbar, wie sich eine Verkehrsverdopplung auswirken wird.
Beide großen Parteien (CSU und Freie Wähler) haben das Verkehrsproblem erkannt und in Ihren Wahlprogrammen eine hohen Stellenwert eingeräumt. Seit nun eineinhalb Jahren ist der derzeitige Gemeinderat im Amt. Leider ist noch nicht ein Antrag oder ein Sachstandsbericht zu diesem - für Schliersee - überlebensnotwendigen Thema erfolgt
Es kann aber sicher nicht nur ein Thema in unserer Marktgemeinde sein. Es müssen alle Kräfte mobilisiert werden. Das Landratsamt und die Regierung von Oberbayern.
Aber auch die Nachbargemeinden müssen eingebunden werden. Der Skifahrer wird trotz modernster Anlagen und perfekt präpariertem Schnee nicht ins Sudelfeld fahren, wenn er sich 2 Stunden oder länger im Stau durch unseren Ort quält. Andere Skiregionen sind dann von München über die Autobahn schneller und bequemer erreichbar. Also muß auch im Landkreis ein vitales Interesse an einer Lösung vorhanden sein. Nur so hätten wir eine realistische Chance auf dieses zukunftsweisendes Projekt!
Übrigens, ganz nebenbei: Schliersee ist ein Luftkurort. Die Frage ist nur, wie lange noch, denn zukünftig wird, neben den oben erwähnten Problemen, bei den Messungen auch der Feinstaub, eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Jeder kann sich ausrechnen was das für das Siegel "Luftkurort" bedeutet.
Es gibt viele Gewinner, die vom touristischen Aufschwung profitieren, aber es gibt auch Verlierer und denen muß unsere uneingeschränkte Solidarität gelten. Daher sollten wir unser Problem keinesfalls weiter aufschieben.
Nicht nur die Anwohner der Durchgangsstraße benötigen eine Perspektive - der gesamte Ort braucht, auch im Interesse unserer Kinder, ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept.
Stefan Jobst
