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Vitalwelt - Wellness läßt weiter auf sich warten

Miesbacher Merkur vom 09.01.08

Die Eröffnung der vitalweit in Schliersee verzögert sich. Im Juni 2008 sollte das Wellness-Paradies fertig sein. Probleme bei den Bauarbeiten lassen diesen Termin in die Ferne rücken. Am heutigen Mittwoch soll ein neuer Öffnungstermin bestimmt werden.
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VON AGLAJA ADAM

Schliersee - Der Schnee ist schuld. Zumindest in erster Linie. Darin sind sich Bauherr, Geschäftsführer sowie die Planungs- und Betreibergesellschaft MonteMare einig. „Keiner rechnet damit, dass Mitte Oktober schon Schnee auf dem Dach liegt", begründet Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer die Verzögerungen bei der Fertigstellung des Wellness-Tempels in Schliersee. Da das Dach im nordöstlichen Bereich des Gebäudes deshalb noch nicht fertiggestellt werden konnte, sei der Innenausbau in Verzug. „Ein kleiner Punkt, der große Auswirkungen hat", bestätigt vitalwelt-Geschäftsführer Wolfgang Mundel. Aufgrund der Feuchtigkeit sei weder das Legen von Estrich noch von Fliesen möglich. „Wir sind von der Witterung abhängig", konstatiert auch Stefan Fütterer, Bauleiter von der Betreiber-Gesellschaft MonteMare GmbH. Er räumt allerdings ein, dass schon früher kleinere Probleme aufgetaucht waren. „Die Abbruchfirma war zu langsam." Außerdem sei in dem 35 Jahre alten, ehemaligen Kurzentrum Asbest gefunden worden, von dem keiner wusste. „Und wir haben Betondecken austauschen müssen, die eigentlich bestehen bleiben sollten." Auch die Glasfront im Norden ist noch nicht komplett, obwohl hier bereits im Juli Fertigstellungstermin sein sollte. Positiv fällt der Rückblick auf die Bautätigkeiten in den vergangenen eineinhalb Jahren bei Bürgermeister Schnitzenbaumer trotzdem aus. Effektiver hätte auch der vergangene milde Winter nicht genutzt werden können, ist er überzeugt. „Damals ging es nur um den Abriss." Dramatisch sieht der Rathaus-Chef die Verzögerungen nicht. Zwar müsse die Baustelle länger betrieben werden, finanziell rechne er trotz der Schwierigkeiten keinesfalls mit einem eklatanten Anstieg der veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 16,22 Millionen Euro.

Druck wolle die Marktgemeinde als Bauherr auf keinen Fall ausüben, so Schnitzenbaumer. „Denn eine Beschleunigung würde zusätzliches Personal erfordern und damit die Kosten in die Höhe treiben." Teuer wäre beispielsweise auch eine Winterheizung auf der gesamten Baustelle, fügt Mundel hinzu. Derzeit werden schon bestimmte Teil-Bereiche unter hohem Aufwand auf mindestens fünf Grad beheizt, da diese Temperatur Voraussetzung ist für Verputzarbeiten. Das Gebäude in Ruhe fertigstellen: So scheint das Fazit von Bürgermeister Schnitzenbaumer zu lauten. Zumal er den Eröffnungstermin im Juni sowieso nie für ideal gehalten hat: „Die vitalwelt ist ein Schlecht-Wetter-Angebot." Perfekt sei daher die Eröffnung im Frühherbst. Gut zu schaffen, glauben Mündel und Fütterer. Bei einer Bauherrenbesprechung werden die Verantwortlichen heute, Mittwoch, die endgültige Planung und Durchführung des Bauvorhabens festlegen und einen neuen Öffnungstermin bestimmen. Nächstes Etappenziel stellt der nachgeholte „Tag der offenen Tür" dar, der ursprünglich bereits im Dezember hätte stattfinden sollen. „Sobald das Gebäude geschlossen ist, werden wir den Bürgern die Baustelle offiziell präsentieren", verspricht Mundel.